Glas mit Nansolid™ behandelt


“Mit Bionik trifft die Evolution auf Innovation”

Interview mit Xpertco Geschäftsführer Mehmet Tatar

"Ich wollte immer mit eigenen Stoffen arbeiten, die das Leben und Schaffen erleichtern sowie Ästhetik und Werte erhalten ohne die Umwelt zu belasten. Mit unserer Entwicklungsabteilung konnte ich innovative High-Tech Nanovergütungen für verschiedene Materialoberflächen kreieren, die nach dem Prinzip der Bionik auf die Millionen Jahre Erfahrung der Erde zurückgreifen. Dieser Schutzeffekt der Natur ist sensationell."

Herr Tatar, weshalb sind Nanoprodukte eigentlich teurer als vergleichbare Konkurrenzprodukte?

Mehmet Tatar im Interview
Mehmet Tatar: „Genau um diese sogenannte Vergleichbarkeit geht es. Viele herkömmliche Imprägnierungsprodukte werden mit hoch entwickelten Nanoprodukten verglichen. Das wäre als würde man Äpfel mit Birnen messen. Nanotechnische Schutzprodukte unterscheiden sich schon dadurch, wie sie sich mit den Oberflächen verbinden und eine feste Vernetzung eingehen. Hier ist Dauerhaftigkeit das Zauberwort. Im Speziellen unsere hochentwickelten Nansolid™ Produkte besitzen eine besondere Verbindungsmatrix, um dauerhaft auf Oberflächen verbleiben zu können. Mitbewerber nutzen mit ihren herkömmlichen Imprägnierungsprodukten insbesondere im Steinbereich hier Wachs-, Erdöl-, Teflon- oder Polymer-basierende Grundstoffe. Über längere Sicht lässt deren Schutz allein schon durch UV-Belastungen im Outdoor-Bereich relativ schnell nach und muss oft nachappliziert werden. In der Regel sind diese Produkte nur geringfügig günstiger zu erhalten als echte Nanoprodukte.“

Und echte Nanoprodukte wie Nansolid™  bieten da mehr Vorzüge?

Mehmet Tatar: „Oh, ja. Die mit Nansolid™ behandelten Oberflächen können zum Beispiel ohne weiteres mit einem Hochdruckreiniger gereinigt werden ohne dabei an Effizienz zu verlieren. Der Nanowirkstoff ist vorher mit der Oberfläche eine chemische Verbindung eingegangen. Und die hält effektiver und länger. Diese spezielle Wirkungsweise hat enorme Vorteile, bietet die erwartete Qualität und Dauerhaftigkeit.“

Bei den herkömmlichen Imprägnierungsprodukten spart man aber doch erheblich mehr?

Mehmet Tatar: „Nein, das kann man so nicht sagen. Die herkömmlichen Imprägnierungsprodukte wirken weniger effektiv und bedeutend kürzer. Deshalb muss man sie öfter anwenden. Durch diese häufige Re-Applikation erhöht sich der Preis dieser Produkte langfristig erheblich. Meist sind auch unschöne Oberflächenveränderungen bei nachlassender Wirkung zu beobachten, wie zum Beispiel abgeblätterte Schichten, Verfärbungen, Feuchtigkeitsränder und vieles ähnliches mehr. Diese Effekte gilt es dann wieder zu beheben, bevor die herkömmliche Imprägnierung erneut aufgetragen werden kann. Das ist nicht zeitgemäß, zudem umständlich und somit arbeitsintensiv und eben dauerhaft deutlich teurer.“

Kennen Sie einen Vergleich, der das noch stärker verdeutlicht?

Mehmet Tatar: „Aber sicher. Nehmen wir das Malerhandwerk. Wenn Sie einen deutschen Malermeister, der für seine hervorragende Arbeit bekannt ist, zum Thema Wandfarben fragen, wird der Ihnen folgendes sagen: Nimm eine Profifarbe mit hoher Deckkraft und Du musst eine Wand oder Fassade nur einmal anstatt dreimal streichen. Hochwertige Farben für den Malerprofi haben eine wesentlich höhere Deckkraft. Profimaterial ist eben Profimaterial – Qualität ist das, was im Vordergrund stehen sollte und nicht Quantität. Das wissen wir Deutschen doch; Stichwort: deutsche Premiumprodukte, die weltweit für ihre Güte bekannt sind und geschätzt werden.“

Auf manchen Wochen- und Flohmärkten werden auch Nanoprodukte angepriesen? Nicht selten als Wundermittel. Was ist damit?

Mehmet Tatar: „Nano ist kein geschützter Begriff und ist nur die Angabe einer Größeneinheit. Somit wird Trittbrettfahrern Tür und Tor geöffnet. Mit billigen Substanzen werden wasserabweisende Effekte generiert, die keinen dauerhaften Bestand haben. Somit bekommt auch hochwertige Nanotechnik einen ungerechtfertigt schlechten Ruf.“

Und wie können Interessenten seriöse Angebote erkennen?

Mehmet Tatar: „Professionelle, seriöse Nanoprodukte werden Sie auf keinem Wochen- oder Flohmarkt finden. Die unseriösen Produkte, die Sie meinen, sind keine echten Nanoprodukte, ihre Wirkung ist nicht dauerhaft, und man weiß noch nicht einmal, auf welchen Wirkstoff sie aufbauen oder wer das Produkt herstellt. Unsere Nansolid™ Produkte von Xpertco bauen hauptsächlich auf Siliziumdioxid aus hochwertigem Quarzsand auf. Sie sind zudem biologisch abbaubar. Und wie ich schon eingangs sagte: Dauerhaftigkeit ist das Zauberwort.“

Wären Zertifikate da nicht eine Lösung?

Mehmet Tatar im Interview
Mehmet Tatar: „Oft werden von Kunden Zertifikate gewünscht, die dieses oder jenes bestätigen sollen. Viele Firmen liefern diese auch, allerdings meist nur eigene und nicht Zertifikate von anerkannten, unabhängigen Wissenschaftsinstituten, wie zum Beispiel Fresenius. Welchen Wert haben also diese Zertifikate? Im Detail betrachtet sind eigene Zertifikate nur eine gewisse Art Makulatur, um dem Sicherheitswunsch des Kunden gerecht zu werden. In unserer Branche ist dies leider auch ein schwieriges Thema. Es gibt alleine im Natursteinbereich hunderte von Möglichkeiten der Kapillarbeschaffenheit von Steinoberflächen. Beton verhält sich anders als Putz oder Granit zum Beispiel. Fachleute werden Ihnen auch gerne erklären, wie viele unterschiedliche Varianten allein von Beton existieren. Das sind unzählig viele. Hier ein Zertifikat zu liefern, welches für alle Oberflächen gelten soll, ist schier unmöglich, da die Produkte ja auf jegliche Oberflächenvarianten abgestimmt sein müssten.“

Ist also eine Zertifizierung unmöglich?

Mehmet Tatar: „Nur wenn Sie zu viel Geld haben und Kunden einen Preis zumuten wollen, den keiner bereit ist zu zahlen. Doch wir wissen ja noch nicht, was in zehn Jahren möglich sein wird. Das kann niemand voraussagen. Sicher ist jedoch heute, dass nicht ein einziges Zertifikat zum Beispiel für die Dauerhaftigkeit eines Nanoproduktes für alle Oberflächen seriös ausgestellt werden kann. Es gibt dafür noch nicht einmal ein anerkanntes Testverfahren, geschweige denn Langzeitstudien. Man müsste seriöser Weise für alle Flächenalternativen, die existieren, jeweils ein Zertifikat erstellen. Die Kosten dafür würden ins Astronomische steigen! Das macht noch nicht einmal ein börsennotierter Konzernriese. Gleichwohl existieren in der Praxis bereits ausreichend Erfahrungen, die diese Wirkungsweise von Nanoprodukten bestätigen.“

Welche Zukunft sagen Sie der Nanotechnologie voraus?

Mehmet Tatar: „Eine sehr große. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hält die Nanotechnologie die Zukunfts- bzw. Schlüsseltechnologie schlechthin. Sie hat Einzug gehalten in alle Wirtschaftszweige inklusive der Informationstechnologie und Medizin. Sie ist nicht mehr aufzuhalten.“